
artwork (CC) by monkeyc
die zeit lässt mich nichtmehr los.
fr. holofernes hat doch schon bei den helden geträllert: die zeit heilt alle wunder. ob das jetzt richtigerweise wunden sind oder doch wunder. egal. das lied ist toll, ich verbinde viel damit weil ich den satz für unwahrscheinlich richtig halte. sowie als auch, da steckt wahrheit drinnen. es ist trotzdem schlichtweg ein wahnsinn was die zeit mit uns tut. die wellen, die wogen rückwirkend geglättet werden, aus riesen hochs und abgrundtiefen tiefs ein fast gerader mittelweg entsteht. ich schätze das hat auch wieder was mit lebensfähigkeit zu tun, unwesentliches mittelfristig nach hinten zu kehren, dabei wesentliches derart zu morphen das etwas völlig neues, zumindest ein ganz neues bild davon entsteht. ein ansporn vielleicht, ich visualisiere gerade einen schlagzeugspieler der in einem hamsterrad sizt in einer art kugelförmiger käfig. und intuitiv kreuz und quer auf seine drums einhämmert. dabei aber nicht beeinflussen kann in welche richtung die kugel, also er eigentlich rollt und ob sie überhaupt rollt diese komische kosmische kugel. chaotisch vor und zurück, am stand und dafür um die eigene achse. autonom&absolut unbeeinflussbar. blos irgendwie trotzdem durch intuition, äbhängig von der umwelt und damit meine ich nichtnur die natur. jetzt könnte man meinen, ja wenn der so wild um sich schlägt ist er selber schuld. stillstand bedeutet tod, die gewohnheit wird das ihre dazu beitragen ihn schlussendlich gefügig zu machen, der umwelt sei dank. hauptsache quirln, hat stromberg gesagt, quirln, quirln, quirln, manchmal scheisse doch manchmal auch leckeren kuchenteig. ich frag mich ob individualismus tatsächlich anstrebenswert ist, evolutionär gesehen. das hat echt was sehr märtyrer und total heldenhaftes. abseits der schwarmintelligenz fasziniert mich die tatsache enorm.
zurück zur zeit, der eigentliche anstoss: der wechsel von tag und nacht, die eine stunde die mal fehlt und mal zuviel ist. gerade dran gewohnt schonwieder anders. im dunklen aufzustehen um im dunklen nach hause zu fahren. das versteh ich nicht. wie konnte sich das so entwickeln, das wir tatsächlich nur nach der uhr leben. der sonnenaufgang ist egal geworden, wichtig ist das piepen des weckers. obwohl die sonne dafür verantwortlich ist das wir leben, wenden wir uns von ihr ab. wir leben in einem rythmus der nicht natürlich ist obwohl wir die natur sind. paradox&menschlich.
ich denke zuviel nach, das hat man mir schon oft gesagt. gleichzeitig kann ich damit einfach nicht aufhören, zumindest verstehen zu wollen und den verstand mit nahrung füttern. ein weiser mann hat gesagt: ich denke also bin ich.
ja und wenn ich jetzt also nicht denke machts puff und ich bin weg. zurück bleibt eine verblassende erinnerung, weniger als der funke eines gedankenblitz.
every year is getting shorter, never seem to find the time
plans that either come to naught or half a page of scribbled lines
hanging on in quiet desperation is the english way
the time is gone, the song is over, thought I’d something more to say
pink floyd
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