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mutter

mutter

http://flickr.com/photos/zoralarou

Ein weisser Stern singt ein Totenlied in der Julinacht, wie Sterbegeläut in der Julinacht. Und auf dem Dach die Wolkenhand, Die streifende, feuchte Schattenhand sucht nach meiner Mutter. fühle mein nacktes Leben, Es stösst sich ab vom Mutterland, So nackt war nie mein Leben, So in die Zeit gegeben, Als ob abgeblüht Hinter des Tages Ende, Versunken Zwischen weiten Nächten stände, Von Einsamkeiten gefangen. Ach Gott! Mein wildes Kindesweh!

… Meine Mutter ist heimgegangen.

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new journey

YouTube - Celtic Woman New Journey- Intro+The Sky & the Dawn & the Sun.

bin einfach mal ein bisschen nach dem konzert gestern, oder sollte show sagen. 2 stunden lang ein stimmenfeuerwerk unter, nicht ansatzweise über-malt von irisch folkloristischen instrumenten, flöten, dudelsäcke eine harfe und zwei riesen schlagzeuge. glaub war im himmel. diese augenweide heisst celtic woman und das hat auch einen grund.

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pablog

Warum, glauben Sie, datiere alles, was mache? Weil es nicht genügt, die Arbeiten eines Künstlers zu kennen, man muß auch wissen, wann, warum, wie und unter welchen Bedingungen er sie schuf. Es wird sicher eines Tages eine Wissenschaft geben, vielleicht wird man sie “die Wissenschaft vom ” nennen, die sich mit dem schöpferischen befaßt, um neue Erkenntnisse über den im allgemeinen zu gewinnen … denke oft an diese Wissenschaft, und es ist mir wichtig, der Nachwelt eine möglichst vollständige Dokumentation zu hinterlassen … Nun wissen Sie, warum alles, was mache, datiere.

Das Werk, das man schafft, gleicht der Art, sein Tagebuch zu führen.

pablo picasso

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wundern

artwork (CC) by monkeyc

die zeit lässt mich nichtmehr los.
fr. holofernes hat doch schon bei den helden geträllert: die zeit heilt alle wunder.  ob das jetzt richtigerweise wunden sind oder doch wunder. egal. das lied ist toll, verbinde viel damit weil den satz für unwahrscheinlich richtig halte. sowie als auch, da steckt wahrheit drinnen. es ist trotzdem schlichtweg ein wahnsinn was die zeit mit uns tut. die wellen, die wogen rückwirkend geglättet werden, aus riesen hochs und abgrundtiefen tiefs ein fast gerader mittelweg entsteht. schätze das hat auch wieder was mit lebensfähigkeit zu tun, unwesentliches mittelfristig nach hinten zu kehren, dabei wesentliches derart zu morphen das etwas völlig neues, zumindest ein ganz neues bild  davon entsteht. ein ansporn vielleicht, visualisiere gerade einen schlagzeugspieler der in einem hamsterrad sizt in einer art kugelförmiger käfig. und intuitiv kreuz und quer auf seine drums einhämmert. dabei aber nicht beeinflussen kann in welche richtung die kugel, also er eigentlich rollt und ob sie überhaupt rollt diese komische kosmische kugel. chaotisch vor und zurück, am stand und dafür um die  eigene achse. autonom&absolut unbeeinflussbar. blos irgendwie trotzdem  durch intuition, äbhängig von der umwelt und damit meine nichtnur die natur. jetzt könnte man meinen, ja wenn der so wild um sich schlägt ist er selber schuld. stillstand bedeutet tod, die gewohnheit wird das ihre dazu beitragen ihn schlussendlich gefügig zu machen, der umwelt sei dank. hauptsache quirln, hat stromberg gesagt, quirln, quirln, quirln, manchmal scheisse doch manchmal auch leckeren kuchenteig. frag mich  ob individualismus tatsächlich anstrebenswert ist, evolutionär gesehen. das hat echt was sehr märtyrer und total heldenhaftes. abseits der schwarmintelligenz fasziniert mich die tatsache enorm.

zurück zur zeit, der eigentliche anstoss: der wechsel von tag und nacht, die eine stunde die mal fehlt und mal zuviel ist. gerade dran gewohnt schonwieder anders. im dunklen aufzustehen um im dunklen nach hause zu fahren. das versteh nicht. wie konnte sich das so entwickeln, das wir tatsächlich nur nach der uhr leben. der sonnenaufgang ist egal geworden, wichtig ist das piepen des weckers. obwohl die sonne dafür verantwortlich ist das wir leben, wenden wir uns von ihr ab. wir leben in einem rythmus der nicht natürlich ist obwohl wir die natur sind. paradox&menschlich.

denke zuviel nach, das hat man mir schon oft gesagt. gleichzeitig kann damit einfach nicht aufhören, zumindest verstehen zu wollen und den verstand mit nahrung füttern. ein weiser mann hat gesagt: ich denke also bin ich.
ja und wenn jetzt also nicht denke machts puff und bin weg. zurück bleibt eine verblassende erinnerung, weniger als der funke eines gedankenblitz.

every year is getting shorter, never seem to find the time
plans that either come to naught or half a page of scribbled lines
hanging on in quiet desperation is the english way
the time is gone, the song is over, thought I’d something more to say

pink floyd

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ticktack

was für ein leben und was für eine zeit. herrje das mit dem leben geht ja von selbst, quasi. das mit der zeit hab allerdings noch nie verstanden. schwör es euch die zeiger der uhr drehen sich schneller und schneller, umso älter man wird. besser gesagt die gewohnheit lässt einem das “echte” gefühl für zeit abgewohnen. die gute alte gewohnheit, für die einen segen für die anderen ein fluch. als noch viel viel kleiner war, physisch jetzt und geistig hatte die theorie das die uhren sich immer und immer langsamer bewegten, meiner seelischen stimmung entsprechend, subjektiv mal so mal so, eben. in glücksmomenten dauerte eine sekunde viel zu kurz. traurig jedoch, war ein tag fast garnichts, für mich kalkulierte teilweise in wochen, und doch war das ständig was anderes, wie auch das subjekt ständig ein komplett anderes war. trotzdem die regel galt: wenns schön ist, ists zukurz und nicht so schönes dauerte immer ewig fast unendlich. dieses gesetz funktionierte bis vor kurzem fehlerlos, nachvollziehbar und war in sich schlüssig für mich. passt auch zu den endorphinen, der glückshormon sache an sich und fügt sich somit perfekt in mein übergeordnetes weltbild ein. nunja, will nicht sagen meine weltanschauung hat sich jetzt grundlegend verändert, trotzdem stimmt der satz: man lernt nie aus. in dem zusammenhang perfekt. fakt ist: die subjektive wahrnehmung der zeit ändert sich im laufe der jahre und die uhren scheinen durch geisterhand doppelt und dreifach so schnell zu sein. früher war eine woche was nun ein monat ist, umgekehrt vergeht jetzt ein wochenende aber sowas von im flug das beinahe vergesse am montag arbeiten zu gehn. kurz hatte die vermutung es liegt am eigenen hormonhaushalt, je glücklicher umso schneller, rekursiv desto weniger glückshormone im blut, umso langsamer tickt die uhr. das ist teilweise vielleicht richtig aber grundsätzlich trotzdem falsch, hab dies und das erlebt, alles ist möglich. was aber ganz sicher richtig ist, ist das die gewohnheit eine mächtige kraft ist, die das leben erst erlebbar macht und hier und dort darauf achtet das wir nicht an reizüberflutung zugrunde gehen. lebensnotwendig und trotzdem paradox: wir gewöhnen uns daran dinge anzuzünden und uns diese in den mund zu stecken, den rauch zu inhalieren und an krebs zu sterben. selbstzerstörung die nichtmal billig ist, soblöd wär kein tier, zumindest käme das nicht von selbst auf die idee, natürlich raucht auch ein affe dem man das zeigt und ihn daran gewöhnt. scheife ab, was sagen will: die wahrnehmung ändert sich mit der zeit. wenn man nicht darauf aufpasst verflacht man in oberflächlichkeit und schwimmt im strom der massen mit. gewohnheit ist ein motor für evolution und menschheit, die zeit ist dabei blos der antrieb des bonzentums.

momentan ists ziehmlich ruhig hier, das hat unter anderem damit zu tun das mich auf nächstes monat und dem damit verbundenen einjährigen jubiläum, meinen lieblingsmenschen verloren zu haben, vorbereiten muss.
ausserdem färbten sich meine blätter heuer früher in allen möglichen farben bevor sie zu boden fallen.

oder kommt mir das auch wieder blos so vor.)

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i can see you, can you see me?

YouTube - Rex The Dog ‘I Can See You, Can You See Me?’.

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mia, magisch

YouTube - 3/8 MIA - Magisch.

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mia, mausen

herrje, seit einer woche hör kaum was anderes. das neue album gefällt. hier rockt . im radiokulturhaus wien bei der fm4 radio session vor zwei wochen.

nein, die katze lässt das mausen nicht
nein, der kopf lässt seine flausen nicht
und das herz es lässt das sausen nicht sein.

meine beine lassens laufen nicht.
meine ohren lassens lauschen nicht.
auch die frequenzen lassens rauschen nicht. nein.

YouTube - 7/8 MIA - Mausen.

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when angels talk

Nobody is courageous all the time. The unknown is a constant challenge, and being afraid is part of the journey.

What to do? Talk to yourself. Talk alone. Talk to yourself even if others think you have gone crazy. As we talk, an inner force gives us the security to overcome the obstacles that need to be surmounted. We learn lessons from the defeats that we are bound to suffer. And we prepare ourselves for the many victories that will be part of our life.

And just between you and me, those who have this habit (and I’m one of them) know that they never talk alone: the guardian angel is there, listening and helping us to reflect. What follows are some stories about angels.

WOL newsletter

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911

„Dass in einem Akt etwas vollbringen, was wir in der nicht träumen könnten, dass Leute zehn Jahre üben wie verrückt, total fanatisch für ein Konzert und dann sterben, stellen Sie sich das doch vor, was da passiert ist. Da sind also Leute, die sind so konzentriert für eine Aufführung und dann werden fünftausend Leute in die Auferstehung gejagt, in einem Moment. Das könnte nicht. Dagegen sind wir gar nichts als Komponisten. Manche Künstler versuchen doch auch über die Grenze des überhaupt Denkbaren und Möglichen zu gehen, damit wir wach werden, damit wir uns für eine andere Welt öffnen … Ein Verbrechen ist es deshalb, weil die nicht einverstanden waren. Die sind nicht in das Konzert gekommen. Das ist klar. Und es hat ihnen niemand angekündigt, Ihr könntet dabei draufgehen.”

k.h. stockhausen über 9.11

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